WUMS - Jung verteidigt Einsatz

Ein Auto wird geklaut. Die Polizei wird schnellstens gerufen und fordert sogleich einen Hubschrauber an. Die Diebe fahren die Karre nach kurzer Flucht in den Straßengraben, um den Unfallort bildet sich rasch eine Traube von Schaulustigen.

Der Hubschrauber erreicht den Unfallort.

Die wohlüberlegte Entscheidung des Einsatzleiters: Zerstörung des Diebesgutes mittels Boden-Luft-Raketen.

Kampfhubschrauber in Afghanistan

Es sterben die Diebe, und alle Umstehenden, zirka 50-60 Personen.

Vom Bundesinnenminister - oder wars der Bundesinterventionsminister? - erfahren wir umgehend, dass alle 50-60 Umstehenden zur Diebesbande gehörten, gegen Abend wird dies dahingehend relativiert, dass zumindest 30 Personen mit Sicherheit mit den Dieben sympathisiert hatten.

Unvorstellbar im Frieden - nicht ungewöhnlich im Krieg (es wurde schon Schlimmeres geluftangrifft, man denke an diverse Hochzeitsgesellschaften).

Vielleicht sollten die Politiker, allen voran Herr Jung, endlich beginnen, die "humanitäre Intervention" so zu nennen - Krieg. Vielleicht fällt es uns dann leichter zu glauben, dass das Töten von Wem-Auch-Immer am Unsere-Sicherheit-Hindukusch tatsächlich nützlich ist, vielleicht sogar legal und unter Umständen sogar irgendwie grün:

Wahl-O-Mat: Die Grünen zu Afghanistan

Bis dahin nehmen wir mal an, dass man bei humanitären Interventionen lieber keine Schaulustigen in die Luft sprengen sollte, noch nicht mal dann, wenn diese sympathisieren. 

Kampfhubschrauber fliegt in den Sonnenuntergang

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